Nitrilhandschuhe oder Latexhandschuhe: Unterschiede erklärt

Nitril-Latex-Herobanner
Herr Bruno Petrig ( Werkhofleiter der Stadt Affoltern am Albis ) hat in der Stadt die Brunnen mit BioShield gereinigt.

Nitrilhandschuhe oder Latexhandschuhe – diese Frage stellt sich in vielen Betrieben regelmässig. Die Wahl des passenden Handschuhmaterials hängt vom Einsatzbereich, der Belastung und der Hautverträglichkeit ab.

 

Kurzentscheidung: Wann welches Material?

Nitrilhandschuhe eignen sich besonders, wenn

  • ein Allergierisiko vermieden werden soll
  • Kontakt mit Chemikalien möglich ist
  • hohe Hygieneanforderungen oder Reinraumbedingungen bestehen
Latexhandschuhe sind ausreichend, wenn
  • keine Latexallergie vorliegt
  • hauptsächlich mechanische Arbeiten durchgeführt werden
  • ein sehr elastisches Tragegefühl gewünscht ist

 

Was sind Latexhandschuhe?

Latexhandschuhe bestehen aus Naturkautschuk. Das Material wird aus dem Milchsaft des Gummibaums gewonnen und ist biologisch abbaubar.

Durch seine hohe Elastizität passt sich Latex sehr gut der Hand an und bietet ein angenehmes Tastgefühl. Aus diesem Grund war Latex lange Zeit das Standardmaterial für Handschuhe in Medizin, Lebensmittelverarbeitung und Reinigung.

Ein Nachteil besteht jedoch darin, dass die enthaltenen Latexproteine allergische Reaktionen auslösen können.

 

Was sind Nitrilhandschuhe?

Nitrilhandschuhe bestehen aus einer synthetisch hergestellten Gummimischung. Im Gegensatz zu Latex handelt es sich also nicht um ein Naturprodukt.

Da sie keine Latexproteine enthalten, werden sie häufig als Alternative zu Latexhandschuhen eingesetzt, insbesondere in Bereichen mit erhöhten Hygiene- oder Sicherheitsanforderungen.

 

Nitrilhandschuhe oder Latexhandschuhe: Die wichtigsten Unterschiede

Beim Vergleich von Nitrilhandschuhen und Latexhandschuhen zeigt sich der grösste Unterschied in der Materialbeständigkeit.

Nitrilhandschuhe sind widerstandsfähiger gegenüber mechanischer Belastung und weisen eine hohe Durchstichfestigkeit auf. Zudem sind sie gegenüber vielen Chemikalien beständiger als Latex.
Auch die Reinigung nach der Herstellung ist besser möglich, wodurch sie sich besonders für Reinraumbereiche eignen.

Latexhandschuhe bieten dagegen eine sehr gute Elastizität und ein natürliches Tragegefühl. Zudem sind sie in der Regel kostengünstiger.

 

Allergierisiko

Ein wichtiger Entscheidungsfaktor ist die Hautverträglichkeit.

Bei einer Naturlatex-Allergie reagiert der Körper auf bestimmte Eiweissstoffe im Latex. Die Beschwerden reichen von Hautreizungen bis zu schweren allergischen Reaktionen.
Aus diesem Grund sollten betroffene Personen Latexprodukte vermeiden.

Nitrilhandschuhe enthalten keine Latexproteine und verursachen deutlich seltener allergische Reaktionen.

 

Hautreaktionen sind nicht immer Latexallergie

Nicht jede Hautreaktion beim Tragen von Handschuhen wird durch Latex ausgelöst.
Auch Zusatzstoffe aus der Herstellung, beispielsweise Vulkanisationsbeschleuniger oder Konservierungsmittel, können eine sogenannte Kontaktdermatitis verursachen.

Typische Anzeichen sind Rötungen, Juckreiz oder kleine Bläschen. Solche Reaktionen können grundsätzlich bei beiden Handschuhtypen auftreten.

 

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen: Nitrilhandschuhe oder Latexhandschuhe sind keine Konkurrenzprodukte, sondern jeweils für unterschiedliche Anforderungen geeignet.

Latexhandschuhe bieten eine hohe Elastizität und ein angenehmes Tragegefühl und sind für einfache Tätigkeiten ohne besondere Belastung geeignet.

Nitrilhandschuhe werden dagegen bevorzugt, wenn höhere Anforderungen bestehen. Sie sind widerstandsfähiger, chemisch beständiger und verursachen deutlich seltener allergische Reaktionen.

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